Synthetisches Öl vs. herkömmliches Mineralöl – Ein einfacher Leitfaden
Die meisten wissen, dass synthetische Motoröle in der Regel besser abschneiden als herkömmliche, aber die Gründe dafür sind nicht immer klar. Hier ist eine einfache Erklärung der Unterschiede.
Woher sie kommen
Sowohl konventionelle als auch synthetische Öle werden aus Erdöl gewonnen. Hier enden die Gemeinsamkeiten. Konventionelles Öl wird lediglich aus Erdöl raffiniert. Synthetisches Öl durchläuft einen wesentlich längeren Prozess – es wird raffiniert, destilliert, gereinigt und in seine Grundmoleküle zerlegt. Durch diese zusätzliche Verarbeitung werden mehr Verunreinigungen entfernt und die einzelnen Moleküle können präzise auf die Anforderungen moderner Motoren abgestimmt werden.
Arten von synthetischem Öl
Teilsynthetisches Motoröl ist eine Mischung aus herkömmlichem Motoröl und synthetischen Grundölen. Es bietet besseren Schutz und höhere Leistung als herkömmliches Öl allein und ist dabei kostengünstiger als vollsynthetisches Öl.
Vollsynthetisches Öl besteht aus einem synthetischen Grundöl und Leistungsadditiven. Nicht alle vollsynthetischen Öle sind gleich – jede Marke verwendet unterschiedliche Kombinationen aus Grundölen und Additiven. Schon kleine Änderungen in der Zusammensetzung können große Auswirkungen haben: Mehr von einem Additiv kann die Motorsauberkeit verbessern, aber den Verschleißschutz verringern; weniger von einem anderen kann bei hohen Temperaturen hilfreich sein, aber Kaltstarts erschweren.
API-Bewertung verstehen (z. B. API-SN, CF)
API steht für American Petroleum Institute , das Qualitätsstandards für Motorenöle festlegt. Für Pkw ist der derzeit höchste Standard SN . Für Diesel- und Nutzfahrzeuge gilt der Standard CJ-4 . Weitere Informationen finden Sie unter www.api.org .
Was ist Esteröl?
Esteröl ist ein synthetisches Basisöl, das durch chemische Synthese hergestellt wird. Estermoleküle sind stabil und weisen sowohl bei sehr niedrigen als auch bei sehr hohen Temperaturen eine gute Leistung auf.
Was sind EP-Zusätze (Extremdruckzusätze)?
EP-Additive schützen Metalloberflächen unter sehr hohen Belastungen, indem sie einen Schutzfilm bilden, der Metall-auf-Metall-Verschleiß verhindert. Sie sind besonders wichtig in Getriebeölen.
Viskositätsklassen verstehen (z. B. 10W-40, 5W-30)
Die Zahl vor dem W ( Winter ) gibt die Kaltstartfähigkeit an – je niedriger die Zahl, desto besser fließt das Öl bei Kälte und desto leichter springt der Motor an. 0W ist die niedrigste verfügbare Viskosität.
Die Zahl nach dem Bindestrich gibt die Viskosität bei Betriebstemperatur an. Ein höherer Wert bedeutet ein dickflüssigeres Öl bei Betriebstemperatur. Dickflüssiger ist jedoch nicht immer besser – befolgen Sie stets die Empfehlungen des Herstellers.